Klimt–Info

1890: Die Zwickelbilder im Kunsthistorischen Museum


Das Architekturbüro Fellner & Helmer war eines der führenden Auftraggeber der „Künstlercompagnie“
und beauftragte die Künstler u. a. mit der Ausstattung der Stadttheater in Reichenberg (Liberec, 1882/83),
Fiume (Rijeka, 1884/85) und Karlsbad (Karlovy Vary, 1886). Ab 1885 war das Trio auch in Wien tätig und gestaltete nach den Deckengemälden für das neue Wiener Burgtheater 1890 auch einen Bilderzyklus für das Stiegenhaus im neu erbauten Kunsthistorischen Museum.

Der Wandzyklus, der den Besuchern bedeutende Stilepochen der Entwicklung der bildenden Kunst vom Alten Ägypten bis zum 18. Jahrhundert nahebringen sollte, ist in die Arkadenarchitektur des Museums in einer Höhe von über 12 Metern eingebettet. Gustav Klimt realisierte insgesamt dreizehn Bilder innerhalb dieses Zyklus, der im Atelier der Künstlercompagnie in Öl auf Leinwand ausgeführt und 1891, sechs Monate vor Eröffnung des Kunsthistorischen Museums, an der Wand verklebt wurde.

Der Zyklus ist in einzigartiger Weise im Originalzustand erhalten. 2012, anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Klimt, konnten die Besucher auf einer eigens konstruierten Klimt-Brücke "Aug in Aug" in luftiger Höhe die Werke begutachten.

Kunsthistorisches Museum Wien
www.khm.at